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Galloway-Rinderzucht im Einklang mit der Natur


Galloway sind eine der ältesten Rinderrassen Europas. Sie stammen ursprünglich aus dem Südwesten Schottlands,der Grafschaft Galloway. Diese rauhe,windige und regnerische Region prägte diese robuste und widerstandsfähige Rasse,welche ganzjährig im Freien gehalten werden kann. Galloway sind genügsam, friedlich hornlos und anpassungsfähig an unterschiedlichste Bedingungen. Sie sind deshalb heute auf der ganzen Welt verbreitet. Sie sind gute Futterverwerter und können selbst minderwertige Futterqualität (z.B. Oekoheu ) in hochwertiges Fleisch umsetzen. Schon bei den Römern fanden Sie hohes Lob aufgrund ihres exzellenten Fleischgeschmackes.

Vielerorts werden die Galloways dank ihrer unselektiven Beweidung in Naturschutzgebieten eingesetzt, um eine Verbuschung zu verhindern und eine Artenvielfalt zu fördern. In der Schweiz werden seit 1995 die Farbschläge black, dun, white und belted (gegurtet) gezüchtet.

Neu seit 2008 auf dem Husemerhof : rote belted Galloways.

Haltung
Für die ganzjährige Haltung im Freien genügt ein vor Wind schützender Waldrand oder ein Unterstand(Je nach Kant.Vorschriften). Auch im harten Winterklima des schottischen Hochlandes werden die Kälber problemlos im Freien geboren. Den Kälbern kommt die gesamte Milch der Muttertiere zugute.

Die extensive Haltung bietet sich für die modernen Konzepte des Landschaftsschutzes an. Interessant ist die Tatsache, dass unter Verzicht auf mineralische Dünger bei alleiniger Nutzung durch Galloways ein Anstieg der Artenvielfalt beobachtet wird. Eine Verbuschung wird verhindert, Disteln, Binsen und Schilf werden durch die Rinder verwertet und Bodenbrüter geschont: Anforderungen, welche die Technik nur teilweise und nur unter bestimmten Bedingungen erfüllen kann.

Gut hat sich die kombinierte Weidehaltung mit Pferden bewährt. (Gemeinsame Haltung mit Pferden oder Nachweide.)

In der Kreuzungszucht haben die Galloways einen festen Platz. So werden in Schottland Gallowaykühe zum Beispiel mit Short Horn Stieren belegt. Die Kreuzungsprodukte werden als Blue Grey bezeichnet und bringen auch eine ausgezeichnete Fleischqualität. Aufgrund der geringen Geburtsgewichte der Kälber eignen sich Gallowaybullen gut für die Paarung mit Jungrindern verschiedener Milchrassen.

Einsatzmöglichkeiten
In Osteuropa zum Beispiel ist die Gallowayrasse bei der Umstellung grosser volkseigener Milchkombinate auf Extensivhaltung und Reprivatisierung der Landwirtschaft ein wichtiger Faktor.
Oekologische Ausgleichsflächen, Grenzertragsböden und voralpine Weidegebiete eignen sich für den ganzjährigen Einsatz dieser Rasse im Freien. Dabei ist der naturschützerische und landschaftspflegerische Aspekt von grossem Interesse.

Pinot Noir vom Husemerhof